Nachdem das letzte Jahresbestenturnier ausnahmsweise im Winter stattfand, war im Jahr 2023 wieder mal Sommer angesagt. Zwar konnte auch in dieser Spielzeit der Wunschtermin (kurz nach Ende der Saison) nicht wahrgenommen werden, da es die Belegung der Spielstätte leider nicht zuließ, der dafür gewählte Termin „Mitte Juli“, mitten in der Schulferienzeit, war aber leider (nicht ganz unerwartet) auch nicht jedermanns Sache. Trotz Allem schafften sich 16 unentwegte Shakespeare-Mitglieder aber den zeitlichen Rahmen und traten zur nunmehr 29. Auflage der Vereinsmeisterschaften an. Da es im Vorfeld der Saison schon zu anderen terminlichen Schwierigkeiten gekommen war und die turnusmäßige Info-Veranstaltung leider ausfallen musste, wurde der Termin auch gleich zur Siegerehrung des Vorjahres genutzt und entsprechende Auszeichnungen an die Teilnehmer des Jahresbesten 2022 verteilt.

Die warme Jahreszeit bewog dann auch den Veranstalter von der traditionellen Bockwurst mit Nudelsalat auf erlesene Spezialitäten vom Grill umzuschwenken.

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Insgesamt hatten sich in diesem Jahr, wie oben erwähnt, 16 Teilnehmer angemeldet, so dass das Turnier mit vollen vier 4er-Gruppen gestartet wurde, wobei auch ein anderes Szenario im Bereich des Möglichen lag, nämlich wenn die beiden anwesenden Vereins-Rückkehrer (Basti und Chris) sich noch einen Ruck gegeben hätten und statt des Boardmarkers auch die Darts in die Hände genommen hätten. Für das Austragen der Vorrundenspiele reichten daher, wie im Vorjahr, 4 der insgesamt 5 Boards aus.


Folgende Gruppen ergab die durchgeführte Auslosung:

Gruppe 1Gruppe 2Gruppe 3Gruppe 4
Thilo Gereon Gianluca Jarod
Stefan Dominik Daniel W. Michael Ri.
Scarven OL Lara Leon Ru.
Nermin Yannik Stephan Pohly

Spielmodus in den Gruppen war, wie gewohnt, "jeder gegen jeden - Best of 5". Gleich nach Aufruf der ersten Partien eilten die Aktiven, sowie die mehr oder weniger "freiwilligen" Schreiber an die Boards.

Gruppe 1:
In Gruppe 1 hatte „die Losfee“ eine gut gemischte Gruppe (B-, C-, D- und E-Team) gezaubert. Umso erstaunlicher war, dass dann die E-Teamspielerin Nermin sich den zweiten Platz sichern konnte. B-Teamler Thilo hätte auch gute Chancen zum Weiterkommen gehabt, brach das Turnier allerdings vor Beendigung der Gruppenphase ab. Der Souverän der Gruppe war indes C-Team-Spieler Scarven, der alle seine Partie gewinnen konnte.

Gruppe 2:
Die Konstellation in dieser Gruppe war eigentlich im Vorfeld recht klar. Zwei Zweite-Bundesliga-A-Teamler und zwei Kreisligaspieler aus dem E-Team. Es sollte also nicht überraschen, dass die beiden wirklich spannenden Spiele der Gruppe die beiden teamintern Duelle darstellten. Am Ende setzte sich Dominik mit 3:1 gegen Yannik durch, während sich die beiden E-Team-Spieler bis in den Decider duellierten, den am Ende Gereon für sich entscheiden konnte (beide Spieler hatten Matchdarts).

Gruppe 3:
Nominell viel spannender ging es dafür in Gruppe 3 zu. Mit zwei C- und zwei D-Team-Spielern trafen sich hier vier Aktive aus Bezirksliga und Bezirksklasse. Während Neuzugang Gianluca recht „einsam“ seine Kreise zog und alle Partien gewinnen konnte, ging es unter den anderen drei Spielern mitunter recht eng zu. Lara konnte sich dabei gegen beide D-Team-Spieler durchsetzen, wobei Daniel mehrere Darts auf Doppel liegen ließ. Chefkoch erwischte indes nicht gerade seinen besten Tag und musste sich im D-Team-Duell auch Daniel mit 2:3 geschlagen geben.

Gruppe 4:
Ähnlich wie Gruppe 1 war auch diese Gruppe wirklich gut durchgemischt (A-, B-, C- und D-Team). Hier dominierte Titelverteidiger Jarod, der im Auftaktmatch zwar zwei Legs gegen B-Teamler Headshot abgab, sich im Weiteren aber ziemlich schadlos hielt. C-Teamler Leon konnte sich mit zwei Siegen den zweiten Tabellenplatz sichern, während Pohly mit einem klaren 3:0 über Headshot überraschte und den B-Teamspieler damit auf den letzten Platz der Gruppe verwies.

Nachdem man sich in der Folge bei der gemeinsamen Pause mit Grillgut versorgt hatte, ging es im Anschluss mit den Viertelfinalen weiter, bei denen es zu folgenden Begegnungen kam (Spielmodus best of 3 Sets/ Best of 3 Legs):

Board 1 Scarven : Yannik
Board 3 Dominik : Lara
Board 2 Gianluca : Leon Ru.
Board 4 Jarod : Nermin

Wie bereits im Vorjahr liefen eigentlich alle Viertelfinale relativ einseitig, zumindest was das Endergebnis in Sätzen anbelangt. Die klaren Ergebnisse täuschen allerdings ein wenig darüber hinweg, dass da durchaus knappe Spiele bei waren. Neben den drei A-Team-Spielern konnte sich Gianluca im C-Team-Duell gegen Leon den letzten verbleibenden Halbfinalplatz sichern.

Weiter ging es daher ziemlich zeitnah mit folgenden Halbfinalpartien (Spielmodus best of 5 Sets/ Best of 3 Legs):

Board 1 Yannik : Gianluca
Board 2 Dominik : Jarod

Waren die Viertelfinale teilweise knapper als es die Endergebnisse hergaben, konnte man in den Halbfinalspielen auch am Ergebnis sehen, dass die Spiele extrem umkämpft waren. Gerade das A-Team-Duell zwischen Dominik und Jarod ging durch viele Höhen und Tiefen bei beiden Akteuren und musste schließlich im fünften Satz entschieden werden, wo Dominik letztendlich das bessere Ende für sich hatte und den Titelverteidiger ins Spiel um Platz 3 verwies. Bis auf den zweiten Satz gingen dabei alle anderen Sätze über die volle Distanz, was nochmal deutlich unterstreicht, wie knapp der Ausgang am Ende war. Am anderen Board hatte Yannik ebenfalls mit ordentlich Gegenwehr von Gianluca zu kämpfen. Allerdings schaffte der A-Teamspieler letzten Endes seiner Favoritenrolle gerecht zu werden und setzte sich mit 3:1 Sätzen gegen den C-Team-Neuzugang durch.

Im Spiel um Platz 3 (Spielmodus best of 5 Sets/ Best of 5 Legs) machte dann der entthronte Titelverteidiger seinem Frust über die Niederlage im Halbfinale deutlich Luft. Mit einem klaren 3:1/3:0/3:0 setzte sich Jarod eindrucksvoll gegen Gianluca durch, dem in diesem Spiel ein wenig die Luft ausging.

Das Finale (Spielmodus best of 5 Sets/ Best of 5 Legs) wurde, wie von den meisten erwartet von zwei der in der letzten Saison so erfolgreichen A-Team-Spielern absolviert. Nicht zum ersten Mal in der Geschichte des Jahresbesten trafen im Finale zwei Spieler aufeinander, die sich bereits in der Vorrunde miteinander auseinandergesetzt hatten (dort hatte Dominik mit 3:1 gegen Yannik gewonnen und sich dadurch den Gruppensieg gesichert). Im Finale merkte man den beiden Spielern zu Beginn einen gewissen Respekt an, der zu einem sehr ausgeglichenen ersten Satz führte, den Yannik sich mit 3:2 sichern konnte. Danach gab Dominik aber immer mehr Gas und bekam das Momentum immer mehr auf seine Seite. Satz 2 und 3 wurden eingetütet und zum Turniersieg fehlte da nur noch ein Satz. Ziemlich überraschend kippte das Spiel an dieser Stelle total. Die nächsten 5 Legs gingen allesamt an Yannik, der dadurch nicht nur nach Sätzen ausglich, sondern sich im entscheidenden 5. Satz auch mit 2:0 in Führung brachte. Wer nun dachte, dass das Spiel jetzt keine Wendung mehr nehmen würde, hatte sich wieder mal deutlich getäuscht, denn Dominik überwand die Doppelschwäche die ihn die vorangegangenen Legs gekostet hatten, glich zum 2:2 aus und hatte Anwurf im entscheidenden Leg. Doch dieses Entscheidungsleg schrieb dann seine ganz eigene Geschichte, denn plötzlich schlug sich die Glücksgöttin „Fortuna“ wieder auf die Seite von Yannik, der durch gutes Scoring (unter anderem eine 180) nach 12 Darts auf Doppel stand und sich die Butter mit einem 15-Darter auch nicht mehr vom Brot nehmen ließ.

Gewinner Jahresbesten 2023
Yannik

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Die Finalisten mit der Turnierleitung

Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle an den Sieger. Hoffentlich gibt dieses Turnier aber allen Aktiven ordentlich Auftrieb. Die Lust am Dart spielen war an diesem Tag auf jeden Fall deutlich spürbar. So fanden sich alle Drittplatzierten Spieler in ihren Gruppen zusammen und spielten noch eine interne Runde "jeder gegen jeden" aus.

Die Siegerehrung wird es dann deutlich schneller, nämlich auf der Mitgliederversammlung am 13. August geben.

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Alle Halbfinalisten zusammen mit dem Shakespeare-Sportwart

Danke

  • an Daniel und Stefan hinter der Bar und am Grill für den schnellen und guten Service
  • an unsere neuen Mitglieder Basti und Chris fürs Vorbeischauen und die ein oder andere Chalker-Einlage
  • an den Materialwart (es gab nichts zu beanstanden)

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