NDV Saisonrückblich Teil 5

- NDV Cup Saison 1997/98 -

Dieser Wettbewerb wurde nun schon zum 13. mal ausgetragen. Im Jahre 1986 als überregionaler Wettbewerb ins Leben gerufen erfreut sich der NDV-Cup stets großer Beliebtheit. Kein Wunder, denn er bietet u.a. Teams der unteren Spielklassen auch einmal die Möglichkeit, sich mit den Topspielern ihres Landesverbandes zu messen und zum anderen das eine oder andere zusätzlich Erfolgserlebnis zu verzeichnen (sei es durch einen Sieg gegen eine höherklassige Mannschaft oder durch den Einzug in die Finalrunde).

Für einen Landesverband wie den NDV, dessen Mitglieder auf das großflächige Bundesland Niedersachsen verteilt sind, ist er daneben ein verbindendes Element; spielen dochdie Teams sehr häufig über Jahre in den selben Ligen mit den selben Teams zusammen. So ist der NDV Cup eine willkommene Abwechslung zum Ligaspielbetrieb bzw. Ergänzung desselben. Ein gutes Training ist er für die meisten Spieler ohnehin. darüber hinaus hat der Titel des NDV-Cupsiegers seit dieser Saison surch die Einführung eines Pokalsiegerwettbewerbes auf DDV-Ebene auch eine enorme wertsteigerung in sportlicher Hinsicht bekommen.

Mit der stolzen Zahl von 77 Teams sind wir in die diesjährige NDV-Cup-Saison gestartet. Dass der Wettbewerb nicht nur quantitativ sondern auch qualitativ hochwertig war, verdeutlicht die Tatsache, dass von den 24 Teams der 3 NDV Ligen lediglich drei nicht am Start waren. Die Mannschaft des DC Royal Ghost (Verbandsliga) und des DC Lüneburg (Landesliga OSt) haben nicht gemeldet. Post SV war in diesem Jahr nicht startberechtigt. Letztere Mannschaft wäre sicherlich dem Kreis der Topfavoriten zuzuordnen gewesen. Dennoch konnte ein hochklassiges Teilnehmerfeld verzeichnet werden.

Das alte "Der-Pokal-hat-seine-eigenen-Regeln-Prinzip" ist zwar richtig und auch in diesem Jahr gab es die eine oder andere Überraschung. dennoch hatt sich wieder einmal gezeigt, dass nur die Teams, die in ihren Ligen erfolgreich waren, weiterkamen und von Runde zu Runde zeigte sich immer deutlicher, dass die favorisierten Teams der drei Topligen wohl unter sich ausmachen würden.

An dieser Stelle möchte ich zunächst einmal vier für mich überraschende Ergebnisse hervorheben. Mit ihrem Sieg über den Verbandsligisten Werner's DC in der ersten Hauptrunde schlugen die Shakespeare Dartists (Landesliga West) nicht nur eines der gefährlichsten und erfolgreichsten NDV-Cupteams sondern auch einen Topfavoriten auf die Teilnahme an der Finalrunde. In der nächsten Runde war es sogar ein Bezirksoberliag-Team, welches einem weiteren Verbandligisten zum Schicksal wurde. Die properen Bananen aus Braunschweig warfen mit dem DSC Salzgitter den Titelverteidiger aus dem Rennen. Trotz eines noch größeren Klassenunterschieds mußte auch der vorletzte Verbandsligist Myers Flyers gegen das Bezirksliga-Team White Horse die Segel streichen. Die mannschaft Why not Sharks (Landesliga Ost) zählte zwar nicht zu den ganz großen Teams, aber deshalb nicht weniger spektakulär war ihre Niederlage gegen Madhouse Fallersleben (BBDV-Bezirksklasse 2).

Nachdem der Spitzenreiter der Verbandsliga West, die Väter der Klamotte, von den Arpkern förmlich überrannt worden war, stand eigentlich fest welche Teams aller Voraussicht nach (sofern das Los mitspielt) in die Finalrunde einziehen würden. Neben dem letzten Verbandsligisten Arpker DV hatten die drei Aufstiegsaspiranten der beiden Landesligen DC Oker, DC Bulldogs und Shakespeare Dartists die wohl besten Aussichten auf die Halbfinalteilnahme. Aber die Auslosung des Viertelfinales bedeutete das Aus für eines der vier Teams. Die Bulldogs unterlagen knapp den Dartists aus dem "Shakespeare". So war der Weg frei für ein Außenseiterteam in den Kreis der Topfavoriten vorzustoßen. Die Truppe des Kleinen Mannes aus Osnabrück, mit sicherlich niemand gerechnet hatte, erreichte als vierte Mannschaft die Finalrunde.

Nachdem die Halbfinalspiel eigentlich nur Formsache waren, Arpke schlug Oker und Shakespeare schlug Gismo (in dieser Saison damit zum dritten Mal), kam es zum erwarteten Finale. In einem "heißen" Spiel gelang den Shakespeare Dartists die eigentliche und größte Sensation des NDV-Cups 1997/98. Denkbar knapp mit 7:6 (3:1 im Teamleg) schlug man den haushohen Favoriten Arpker DV und verhinderte somit nicht nur den ersten Triumph der Arpker im NDV-Cup sondern auch deren Titeldouble. Tja vielleicht hat der Cup ja doch seine eigenen Regeln?

ta

Quelle: NDV Informer 6/98 Seite 17


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